Überweisung ins Ausland

Der Unterhalt für den studierenden Sohn in Kanada oder die Miete für eine Ferienwohnung in der Schweiz – Gründe für eine Überweisung ins Ausland sind vielfältig. Was innerhalb der Europäischen Union seit der Einführung des SEPA-Zahlverfahren schnell, einfach und kostengünstig geht, kann bei einer Auslandsüberweisung in Fremdwährung richtig teuer werden. Entscheidend sind die Regelungen der einzelnen Banken. Einige Kreditinstitute staffeln die Gebühren in Abhängigkeit von der Art der Überweisung (online oder am Bankschalter), andere legen die Höhe des überwiesenen Betrages zugrunde. Darüber hinaus gibt es einige bankenunabhängige Dienstleister, die sich mit einem transparenten Gebührenmodell und überschaubaren Kosten als Alternative anbieten.

Kostengünstige Überweisungen innerhalb der EU

Kostengünstige Überweisungen innerhalb der Europäischen Union sind seit der Vereinheitlichung des Zahlsystems möglich. Mit der Einführung der SEPA-Zahlungen wurde ein einheitlicher Standard geschaffen. Die Abkürzung steht für „Single Euro Payment Area“ und angeschlossen sind alle 28 Mitgliedsstaaten sowie Norwegen, Liechtenstein und Island. Grundsätzlich sind Überweisungen mit SEPA auch in die Schweiz möglich, allerdings nehmen nicht alle Banken der Eidgenossen an dem Zahlsystem teil. Durch die Einführung der SEPA-Zahlungen wurden die Kosten für Überweisungen ins Ausland drastisch reduziert. Wer Geld in das EU-Ausland überweist, zahlt dafür nicht mehr als für eine Inlandsüberweisung. Mit einem kostenlosen Girokonto oder einer monatlichen Gebührenpauschale sind die Kosten für die SEPA-Überweisung bereits abgedeckt. Das gilt jedoch nur, wenn der Versender des Geldes auch in Länder mit Fremdwährung den Betrag in Euro überweist. Anderenfalls handelt es sich um eine Auslandsüberweisung, für die von den meisten Banken höhere Gebühren berechnet werden.

Auslandsüberweisung in Fremdwährung

Bei einer Auslandsüberweisung handelt es sich um eine Überweisung in ein Land, das nicht am SEPA-Verfahren teilnimmt oder um eine Überweisung in Fremdwährung. Das Formular ist etwas umfangreicher als für Inlands- oder SEPA-Überweisungen. Folgende Daten müssen für eine Auslandsüberweisung erfasst werden:

  • Name des Empfängers
  • Adresse des Empfängers
  • Betrag
  • Kontonummer des Empfängerkontos
  • Bankleitzahl der Empfängerbank
  • Adresse der Empfängerbank

Für eine Auslandsüberweisung muss genügend Zeit eingeplant werden, sofern sie über eine heimische Bank abgewickelt wird. Bis das Geld auf dem Empfängerkonto gutgeschrieben wird, können im Einzelfall bis zu 20 Tage vergehen. Mindestens zwei Tage bis zur Buchung sollten auf jeden Fall eingeplant werden. Bei den Kosten gibt es innerhalb der Bankenlandschaft große Unterschiede. Allein der Unterschied zwischen Online-Überweisung und Bankschalter liegt bei mehreren Euro. Einige Geldinstitute staffeln die Preise für eine Überweisung ins Ausland nach der Höhe des Betrages. Zusätzlich fällt hin und wieder eine Fremdkostenpauschale an, die teilweise bei mehr als 20 Euro liegen kann.

Gebühren sparen: Überweisung ins Ausland mit Finanzdienstleistern

Dass Überweisungen ins Ausland nicht zwangsläufig hohe Kosten verursachen müssen, zeigen junge Unternehmen der Finanzbranche, die seit einiger Zeit am Markt agieren. Dienstleister wie Transferwise und Azimo.com setzen auf Transparenz und niedrige Gebühren. Nach Angaben der Anbieter sparen Kunden, die für den Geldtransfer ins Ausland die Internetplattformen und Apps der Unternehmen nutzen bis zu 80 Prozent gegenüber der klassischen Banküberweisung. Die Dienstleister besitzen eine Zulassung von der Finanzaufsicht und versprechen eine zügige Abwicklung der Auslandsüberweisung. Wer die Dienste in Anspruch nimmt, muss die Kontodaten, den Namen und die Adresse des Empfängers angeben und den Betrag auf ein spezielles Konto überweisen. Von dort wird innerhalb von zwei Werktagen der Transfer zum Zielort eingeleitet. Bei Azimo.com werden sämtliche Kosten inklusive Wechselkurs angezeigt, bevor die Überweisung erfolgt. Das sorgt für Transparenz und schützt vor unliebsamen Überraschungen bei der nächsten Abrechnung.

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