Risiken im Außenhandel

Deutschland zählt zu den weltweit bedeutendsten Exportnationen. Produkte mit dem Qualitätssiegel „Made in Germany“ sind von Asien bis Südamerika gefragt, wenngleich der europäische Binnenmarkt der größte Absatzmarkt ist. Frankreich ist der wichtigste Handelpartner, gefolgt von den USA, Großbritannien und China. Exportorientierte Unternehmen müssen sich bei der Abwicklung von internationalen Geschäften mit verschiedenen Risiken auseinandersetzen, die sich auf den Zahlungsverkehr, die politische Lage in den Partnerländern und auf geltendes Recht beziehen.

Politisch begründete Risiken im Außenhandel

Politisch begründete Risiken im Außenhandel entstehen immer dann, wenn die Handelspartner in Ländern mit einer instabilen politischen Lage ihren Sitz haben. Kriegerische Auseinandersetzungen, ein politischer Umsturz oder Streiks können den Warenaustausch negativ beeinflussen und zu einer Beeinträchtigung des reibungslosen Zahlungsverkehrs führen. Unsicherheit entsteht unter anderem durch staatliche Eingriffe in die Wirtschaft und Finanzen. Zu den politischen Risiken im Außenhandel zählen Enteignungen, ein Zahlungsverbot an ausländische Gläubiger durch staatliche Verordnungen, die Einstellung des Schuldendienstes oder ein Erlass, der den Umtausch der Landeswährung in eine konvertierbare Währung untersagt. Die Entscheidungen werden in diesen Fällen ohne Rücksicht auf die ortsansässigen Handelspartner getroffen. Unter Umständen kann es aufgrund der Maßnahmen zu Zahlungsausfällen und Lieferverzögerungen kommen.

Risiken beim Zahlungsfluss

Bei der Abwicklung des Zahlungsverkehrs im Im- und Export treten verschiedene Risiken auf, die nicht zwangsweise auf unvorhersehbare politische Entwicklungen und Entscheidungen zurückzuführen sind. Einfluss auf den grenzüberschreitenden Handel außerhalb des Euroraumes haben Wechselkursrisiken. Starke Schwankungen der Kurse können die Bilanz eines Geschäfts in die eine oder andere Richtung beeinflussen. Ist das Umtauschen der heimischen Währung in die Währung des Handelspartners nicht möglich, spricht man vom Konvertierungsrisiko. Häufig hat dieser Risikofaktor einen politisch motivierten Hintergrund. Ähnlich verhält es sich mit dem Transferrisiko. Dieser Fall tritt beispielsweise ein, wenn eine Begleichung des Rechnungsbetrages durch den Handelspartner trotz Zahlungswilligkeit nicht möglich ist, da Überweisungssperren verhängt wurden. Darüber hinaus müssen Unternehmen den Buchungszeitraum bei einer Auslandsüberweisung berücksichtigen. Bis zu 20 Tage können vergehen, bevor ein Geldbetrag im internationalen Zahlungsverkehr gutgeschrieben wird.

Risikomanagement zur Absicherung

Um die Risiken im Außenhandel zu minimieren, greifen zahlreiche Unternehmen auf verschiedene Managementstrategien zurück. Potenzielle Verluste können auf diese Weise aufgefangen werden. Ein erfahrener Finanzdienstleister leistet Unterstützung bei Transaktionen im Außenhandel und entwickelt Strategien zur Absicherung gegen Währungsturbulenzen. Mit einer passenden Zahlungsabsicherung können sich Exporteure gegen das Warenabnahmerisiko schützen. Ein erfahrener Finanzdienstleister verfügt über die internationalen Verbindungen, um Interessenskonflikte zwischen Importeur und Exporteur auszugleichen und die Geschäftsbeziehung auf eine solide Basis zu stellen. Darüber hinaus stellt der Partner das nötige Kapital zu günstigen Konditionen zur Verfügung, sollten nicht ausreichend liquide Mittel vorhanden sein. Auf diese Weise wird ein reibungsloser Handel gewährleistet und Risiken werden auf ein Minimum reduziert.

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