IBAN-Nummer: Was ist das?

IBAN ist die englische Bezeichnung für eine internationale Kontonummer (International Bank Account Number). Sie wurde eingeführt, um den internationalen Zahlungsverkehr zu vereinheitlichen und Transaktionen zwischen einzelnen Staaten zu vereinfachen. Auf der einen Seite erleichtert die IBAN-Nummer den Datenaustausch zwischen den Banken. Auf der anderen Seite können Unternehmen und Privatpersonen mithilfe der internationalen Bankkontonummer kostengünstig und schnell Geld in andere Länder überweisen. Anhand der IBAN können Bankkonten eindeutig einem bestimmten Kreditinstitut zugeordnet werden. Mit der Einführung des standardisierten Zahlungssystems SEPA löste die IBAN die bisher gültigen Kontonummern in den teilnehmenden Staaten ab.

Zusammensetzung der IBAN-Nummern

Die IBAN-Kontonummer besteht aus einer Reihe von Buchstaben und Ziffern, die eine maximale Länge von 34 alphanummerischen Zeichen besitzen darf. Die meisten Kontonummern sind jedoch kürzer. Der zweistellige Ländercode besteht aus Großbuchstaben und steht an erster Stelle. Eine IBAN-Kontonummer bei einem deutschen Geldinstitut trägt beispielsweise den Ländercode “DE”. Danach folgen zwei Prüfziffern. Die Zahlenfolge im Anschluss dient zur Identifikation des Kontos. Zunächst folgt die Bankleitzahl, die zur zweifelsfreien Zuordnung des Kreditinstituts benötigt wird. Die Länge variiert von Land zu Land. Daran schließt sich die Kontonummer an. Handelt es sich um eine kürzere Kontonummer, werden die fehlenden Stellen nach der Bankleitzahl mit Nullen aufgefüllt.

IBAN-Kontonummer als Teil des SEPA-Systems

IBAN-Kontonummern werden in vielen Ländern der Welt verwendet. Die größten Anstrengungen zur Vereinfachung und Vereinheitlichung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs unternahm bislang die Europäische Union mit der Einführung des SEPA-Zahlungssystems. Dieses standardisierte Verfahren ermöglicht die kostengünstige und zügige Überweisung von Geldbeträgen zwischen den teilnehmenden Ländern. Am SEPA-System beteiligen sich alle 28 EU-Mitgliedsstaaten sowie sieben weitere Länder, darunter Norwegen, Island, die Schweiz und Liechtenstein. Die IBAN-Nummer ist elementarer Bestandteil des Zahlungssystems SEPA. Die internationale Kontonummer wird bei einer Überweisung um die sogenannte BIC ergänzt. Dabei handelt es sich um die Bankleitzahl, durch die das kontoführende Kreditinstitut zweifelsfrei identifiziert werden kann. Da die IBAN bereits die komplette Bankleitzahl enthält, wurde von den teilnehmenden Ländern entschieden, dass die BIC ab dem 1. Februar 2016 bei SEPA-Überweisungen entfällt.

Kostengünstiger Zahlungsverkehr über ein virtuelles Konto

Die Einführung des SEPA-Systems mit IBAN-Nummer und BIC bietet auch für ausländische Unternehmen, die ihre Produkte auf dem europäischen Markt verkaufen, einige Vorteile. Das System bietet die Möglichkeit, ein virtuelles Konto zu eröffnen und auf diese Weise Kosten bei den Transaktionen in das Ursprungsland der Waren zu sparen. Auf diesen Service haben sich Finanzdienstleister spezialisiert, die neben der Eröffnung eines virtuellen Kontos auch die Transaktionen übernehmen. Unternehmen müssen keine teuren Auslandsüberweisungen mehr vornehmen, um das Geld aus den bezahlten Rechnungen in die Heimat zu transferieren. Einsparungen von bis zu 80 Prozent sind auf diese Weise möglich und eine gewaltige Kostenersparnis ist die Folge.

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