Bankkonto in Frankreich eröffnen

Die Eröffnung eines Bankkontos in Frankreich ist ein notwendiger Schritt für einige Personengruppen. Personen, die sich länger im deutschen Nachbarland aufhalten, Studenten und Unternehmen, die Geschäftsbeziehungen zu französischen Firmen unterhalten, benötigen in der Regel ein Bankkonto vor Ort. Von diesem Konto begleichen Sie wiederkehrende Kosten wie die Miete per Dauerauftrag. Auch Mobilfunkanbieter benötigen eine Kontonummer von Ihnen, um die monatlichen Gebühren per Lastschriftverfahren einzuziehen.

 

Bankkonto in Frankreich eröffnen: Das Antragsprozedere

Wenn Sie Ihren Wohnsitz dauerhaft nach Frankreich verlegen, eröffnen Sie ein Bankkonto als Anwohner. Diese werden als Compte Courent bezeichnet. Die Kontoeröffnung ist in der Regel kostenlos. Folgende Dokumente benötigen Sie für diesen Prozess:

 

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Nachweis eines festen Wohnsitzes durch Vorlage von Mietvertrag oder Stromrechnung
  • Aufenthaltsgenehmigung (Carte de Séjour)
  • Einkommensnachweis (für Studenten BAföG- Bescheid, Arbeitsvertrag oder Nachweis über regelmäßige Unterhaltszahlungen durch die Eltern)

 

Sollten Sie keinen festen Wohnsitz in Frankreich haben und somit auch keine Adresse, eröffnen Sie ein Bankkonto als Nicht-Anwohner, die als Compte Non-Résident bezeichnet werden. Für EU-Bürger ist dies kein Problem. Das Konto unterscheidet sich geringfügig von einem Bankkonto für Anwohner. Zwar gleichen sich die Gebühren und Dienstleistungen, doch Sie müssen Einschränkungen bezüglich der Funktionalität in Kauf nehmen. Grundsätzlich erhalten Sie keine Kreditkarte und ein Dispokredit, der zur Überziehung berechtigt, wird Ihnen in der Regel auch nicht eingeräumt. In Frankreich ist es darüber hinaus üblich, dass Ihnen ein persönlicher Berater in der Filiale zugewiesen wird.

 

Bezahlen mit der Carte Bleu

Die Eröffnung eines Bankkontos in Frankreich ist allein deshalb sinnvoll, weil Sie nur auf diese Weise die Carte Bleue erhalten. Diese Kreditkarte wird überall im Land als gültiges Zahlungsmittel akzeptiert. Mit der Maestro- oder EC-Karte können Sie nicht überall bezahlen. Anders als in Deutschland ist es in Frankreich nicht üblich, Einkäufe in bar zu bezahlen. Generell wird die Carte Bleue ab Beträgen in Höhe von 15 Euro als Zahlungsmittel genutzt. Bei der Kontoeröffnung können Sie in der Regel zwischen MasterCard und Visa wählen. Wenn Sie das Bankkonto kündigen und auflösen wollen, stellen Sie den entsprechenden Löschantrag bei der kontoführenden Bank. Das Restguthaben wird ausgezahlt und sämtliche Karten geben Sie in der Filiale ab.

 

Bankenvergleich vor Kontoeröffnung

Lassen Sie sich nicht vorschnell zur Eröffnung eines Bankkontos in Frankreich hinreißen, sondern vergleichen Sie im Vorfeld die Angebote. Teilweise existieren große Unterschiede hinsichtlich der Gebühren und Kosten. Vor allem auf versteckte Kosten für Abhebungen oder Auslandsüberweisungen sollten Sie achten. Auch die Zinsen für den Dispokredit variieren von Bank zu Bank. Eine Überziehung des Kontos sollten Sie tunlichst vermeiden, da dies zur Sperrung der Schecks und der Carte Bleue führen kann. Außerdem gibt es im deutschen Nachbarland eine mit der Schufa vergleichbare Datenerfassung. Die Bonitätsprüfung übernimmt die Banque de France. Bereits ein geplatzter Scheck kann dazu führen, dass Sie ein Jahr lang kein Konto mehr in Frankreich eröffnen dürfen.

 

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